Schöneberg

weRK36 – Beim Kaffee tanzen lernen in Schöneberg



Tanzen lernen, das ist was Feines. In Berlin hat man die Qual der Wahl an Tanzschulen. Will man aber nicht an eine x-beliebige Schule geraten, muss man sich schon etwas umschauen. Das hab ich getan und das weRK36 gefunden. Es liegt inmitten von Schöneberg, mit guter Anbindung. Katharina Schwenkner und Robert Günther unterrichten fast alles und sind dazu noch supersympathische Menschen. Ihr Herz hängt sehr am Tanz, ganz besonders im Moment am West Coast Swing. Der trendige Nachfolge des Swing Lindy Hop. Lasst Euch auffordern zum Tanz!

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Tanzt Ihr schon immer? Und wie kamt Ihr zum Tanzen?

Robert Günther ging während des Gymnasiums in Hessen klassisch in die Tanzschule und erlernte die verschiedenen Gesellschaftstänze. Erst in Berlin, um die Millenniumszeit, begann er intensiv täglich zu tanzen, von Streetdance bis Gesellschaftstanz, Ballett usw. Mit der Ausbildung zum ADTV-Tanzlehrer erbaute er sein Fundament und schloss mit sehr gut ab. Dann folgte Turniertanz in den lateinamerikanischen und Standardtänzen. Seit 2001 unterrichtet Robert ununterbrochen verschiedene Tänze: von Walzer bis Salsa und Swing. Seine Erfahrung kann er didaktisch gut einbringen. Seine Professionalität wird von den Schülern gelobt. Schritt für Schritt erklärt er wie welche Figuren oder Tänze auszusehen haben. Swing Lindy Hop wird eben nicht wie ein Zinnsoldat getanzt, sondern mit dem Gefühl man stehe auf dem Spielfeld und spielt Tennis, in die Knie gehen ist also angesagt. Mit solchen Bildern können die Leute was anfangen und tanzen von Anfang an mit dem richtigen Gefühl.
Ich bin Katharina Schwenkner, das K aus weRK36. Ich tanze, seit ich sechs bin, hab ganz klassisch mit Kindertanz begonnen, später ging ich zu Jazz Dance und Modern Dance über. Tanzunterricht sollte meinen Bewegungsdrang stillen. Ich konnte als Kind nie stillhalten. Erst Robert, den ich vor genau 11 Jahren kennenlernte, als ich mein Abitur abschloss, brachte mich zum Paartanz. Von da an waren mir die lateinamerikanischen Tänze insbesondere Rumba und Jive am liebsten. Und vor mehr als 3 Jahren begann ich dann auch mit dem Turniertanz in den lateinamerikanischen Tänzen.

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Tanzstudio war früher was Spießiges. Was ist das Besondere an eurer Tanzschule?

Ein Studio sind wir nicht, dafür sind wir zu groß. Wir haben 230 qm Fläche zum Austoben auf der Tanzfläche. Spießig? Nein, das sind wir nicht. Zu uns kommen alle querbeet, von jung bis älter, auch gleichgeschlechtliche Paare. An alten Lehrmethoden halten wir nicht fest. Wir verfolgen ein anderes Konzept. Wir sind bewusst eine „kleinere Tanzschule“ die auf Flair und direkten Kontakt zu unseren Tanzschülern viel Wert legt. Für uns ist das Gefühl wichtig, welches die Schüler zur Schule aufbauen. Wir wollten schon immer einen Saal mit Backsteinen an den Wänden. Und wir haben einen nach langem Suchen gefunden, mit Backstein an der Decke – auch sehr schön. Bei uns reicht das Flair und Wohlbefinden bis zum stillen Örtchen. Unser ist ein lebendiges Erlebnis sagen unsere Schüler. Neben Flair sind der Tanzunterricht und die damit verbundene Atmosphäre am wichtigsten. Robert arbeitete vorher in einer anderen Tanzschule, die Schüler folgten ihm, obwohl wir erst mal in diversen anderen Räumen unterrichteten. Seine Art zu unterrichten, mit Charme und Humor, daran hängen die Schüler und sie fühlen sich gut aufgehoben. Und eine kleine weitere Besonderheit bei uns, ist der Kaffee. Robert ist auch noch ein hervorragender Barista und er zaubert sensationellen Kaffee mit viel Leidenschaft. Sein kleines Highlight: Espresso Macchiato.
Des Weiteren werden wir für unseren Webauftritt gelobt. Für die Webseite war uns klar, dass sie dynamisch und übersichtlich sein muss. Tanzen ist Dynamik und Bewegung, warum dann eine statische Webseite? Wir führen auch einen Blog, der Einblick in unseren Tanzalltag gibt. Hier wird verraten, dass Robert ein heimlicher Barista ist, auch wurde der Bauprozess der Tanzschule genau dokumentiert. Das kommt gut an!

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Wie kamt Ihr auf den Namen für Euer Tanzstudio? weRK36 klingt nicht sofort nach Tanzen.

Das Wort Werk hat viele Bedeutungen. Im Synonymwörterbuch wird Werk gleichgesetzt mit: Aktion, Arbeit, Beschäftigung, Handlung, Schaffen, Tätigkeit, Wirken etc. Wir können uns sehr gut mit diesem kleinen Wort und seiner Vielzahl an Bedeutungen identifizieren. Die Großbuchstaben RK im weRK36 symbolisieren zufällig unsere Namen: Katharina und Robert. Die Zahl 36 soll ein Geheimnis bleiben. 🙂

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Swing zu tanzen erfährt eine riesige Renaissance. Bietet Ihr auch Swing-Kurse bei Euch an?

Ja wir bieten Swing an: Swing Lindy Hop, Charleston und West Coast Swing. Swing Lindy Hop ist grad im Trend. Der West Coast Swing ist unser persönliches Highlight und wird sicherlich in den nächsten Jahren den gleichen sensationellen Aufschwung erfahren wie der Lindy Hop. Daher sehen wir die Aufgabe darin den West Coast Swing in Berlin zu pushen, wir laden Tanz-Professionals aus den USA und England ein, um immer mehr Leute für diesen Tanz zu begeistern. Swing Lindy Hop kann man fast überall schon in Berlin tanzen. Wer die Musik von den 20ern bis 50ern und auch diesen Vintage-Look mag, für den ist der Lindy Hop ein Muss. Wir lieben beide Lindy Hop, Charleston und West Coast Swing und wollen keinen Tanz missen, denn jeder Tanz hat seine eigene Dynamik.

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Wieso verliert Tanzen in Zeiten der digitalen Vernetzung und Kommunikation nicht an Bedeutung?

Menschen wollen sich bewegen, egal ob es nur zu einer Kinovorstellung geht, ins Theater oder eben einfach nur tanzen gehen. Nicht die Zeit der digitalen Vernetzung ist das Problem, sondern dass die Leute heutzutage zu lange arbeiten und bis 20 Uhr im Büro bleiben und danach selbstverständlich zu kaputt sind, um noch einen neuen Tanz zu lernen. Wenn die Hürde des 1×1 des Tanzens erst mal geschafft ist, dient das Tanzen natürlich zum Ausgleich und Glückshormone ausschütten. Tanzen wirkt auch wie ein Anti-Depressions-Medikament. Ein furchtbarer stressiger Tag erhält einen positiven Ausklang mit Erfolgsmomenten und der Stress verfliegt im Nu.

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Gesellschaftstanz klingt irgendwie nicht so attraktiv, was versteht man darunter?

Ja, da hast du recht, das Wort ist nicht mehr zeitgemäß, deswegen nutzt man zunehmend die Bezeichnung „Ballroom Dancing“. Klingt gleich schicker und eleganter. Gesellschaftstänze sind Standardtänze wie langsamer Walzer, Wiener Walzer, Quickstepp, Slowfox, Foxtrott, europäischer Tango und auch die lateinamerikanischen Tänze wie Rumba, Cha Cha Cha, Jive, Paso doble und Samba. Wir legen viel Wert darauf, dass auch der Slowfox und die Samba unterrichtet werden. Sie gelten als schwer tanzbar. Wir integrieren die Tänze bereits im Anfängerkurs, da die Rhythmik zum Beispiel im Slowfox vielen sehr schwer fällt. Der Slowfox ist meines Erachtens einer der schönsten Standardtänze und umso wichtiger finde ich, dass er frühzeitig erlernt wird.

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Wo findet Ihr Eure Inspiration?

Ich lasse mich von Kreativblogs inspirieren, aber auch ganz Oldschool durch Zeitschriften. Robert und ich hatten schon immer einen Hang zu diesem industriellen Look mit Backsteinen.
Tänzerisch bilden wir uns natürlich auch weiter, indem wir Weiterbildungen machen, bei Profis lernen und Privatstunden nehmen, auch die aktive Teilnahme am Turniertanz, wofür man mehrmals in der Woche trainieren muss, gibt Inspiration für den Tanzunterricht.

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Wenn Ihr dem Tanzen ein Organ zuweisen würdet, wo sitzt der Tanz bei Euch?

Ich denke es ist die Lunge. Es ist ein Organ, das durch die Atmung über Nase und Mund mit der lebensnotwendigen Luft versorgt wird. Das Tanzen gibt uns Energie und freie Luft zu atmen, die Gedanken abzuschalten und tief durchzuatmen. Tanzen befreit dich vom Alltagsstress, nicht ohne Grund sagt man nach einem stressigen Moment „tief durchatmen“, also schön durchtanzen 😉

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Was macht Ihr, um abzuspannen und neue Energie zu tanken? Oder tankt Ihr bei der Arbeit Energie?

Robert geht wie so viele andere Tänzer nebenbei an der frischen Luft joggen, und wenn er es dann doch endlich mal schafft, auch in die Sauna 😉 Urlaub im Sinne von weit wegfahren braucht er nicht unbedingt, aber die Sauna muss es sein. Ich dagegen kann mit Joggen und Sauna nicht viel anfangen. Mir genügt ein gemütliches Café, dabei ein Kaffee zu trinken und mit einer guten Freundin zu plaudern.

 

Tanzschule weRK36
Tempelhofer Weg 70 / Sachsendamm 93
Erdgeschoss in den AMBEG-Höfen
10829 Berlin – Schöneberg

mail: tanzen@werk36.de
tel: 030 754 561 86

weRK36

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