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Standert – Fahrräder mit Eis am Stiel


Auch wenn es so klingt, die Fahrräder bei Max von Senger und Etterlin sind alles andere als Standard. Wer sich hier ein Bike zulegen möchte, bekommt dieses individuell nach den eigenen Wünschen zusammengestellt. Dazu gibt es von Max entwickelte Fahrradrahmen in schlichtem Design. Und wer sich nicht entscheiden kann, wie sein Traumrad aussehen soll, für den gibt es erst mal einen leckeren Kaffee oder Eis am Stiel in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre. Hier ist das Fahrrad keine Massenware von der Stange, sondern Ausdruck von Freiheit und individuellem Geschmack.

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Wie bist Du auf die Idee gekommen Fahrradrahmen zu entwerfen?

Ich habe Produktdesign studiert und allein deshalb schon immer den Wunsch gehabt selbst irgendetwas zu designen. Meine Liebe zum Fahrradfahren und dem Fahrrad als ästhetisches Objekt hat dann den letzten Kick gegeben. Meine Idee war es einen Stahlrahmen zu entwerfen, der an die Geometrie von Rennrädern aus den frühen 80er Jahren angelehnt ist. Schlicht in der Lackierung sollte er sein und ausschließlich mit einem dezenten Logo versehen werden. Zu teuer sollte das Ganze dann aber auch nicht werden. Ich fand, dass man sich ein gutes Bike auch leisten können sollte. Schließlich war ich damals selbst noch Student. So ist auch der Name entstanden. Ein „Standard“ Rahmen mit Stil, aber eben berlinerisch ausgesprochen: STANDERT.

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Wie kam es dann zum eigenen Laden? War das die logische Folge daraus?

Als die Idee einen eigenen Fahrradrahmen zu entwerfen immer konkreter wurde, war klar, dass ein Ort geschaffen werden musste, wo wir die Dinger verkaufen. Logisch war die Konsequenz einen eigenen Laden aufzumachen vor allem dadurch, dass ich gleichzeitig die Idee hatte, ein selbst gemachtes Eis am Stiel auf den Markt zu bringen. Ich war überzeugt das passt super zusammen.

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Der Laden ist eine Mischung aus Fahrradwerkstatt, Café und gemütlichem Wohnzimmer. Was hat Dich dazu inspiriert, den Laden in dieser Form zu gestalten?

Durch einen Besuch in London wurde ich angefixt, da dort die Fahrrad-Café-Kultur schon vor ein paar Jahren in ihrer vollen Blüte stand. Bike, Coffee and Popsicles, das war mein neues Ding. Die Idee ein Bike-Café als Concept-Store in Berlin Mitte zu eröffnen stand somit fest.

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Kommen zu Euch hauptsächlich Fahrradprofis, oder auch Leute, die gelegentlich gerne mal in die Pedale treten?

Bei uns im Shop treffen sich natürlich viele Menschen, die ihre Leidenschaft zum Fahrradfahren verbindet. Wir haben aber auch völlig fahrradunaffines Publikum, das nur wegen unseres guten Kaffees oder einem Super Pop kommt. Bei uns läuft immer freshe Musik und man kann sich ein Bier aus dem Kühlschrank nehmen. Man ist nie allein und es herrscht eine kreative Atmosphäre. Das gefällt den Leute, egal ob sie Fahrrad fahren oder nicht.

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Was macht für Dich selbst die Faszination am Fahrradfahren aus?

Fahrradfahren ist für mich das Freiheitsgefühl schlechthin. Wenn ich radele, bin ich frei. Das Tempo und die sportliche Komponente dabei, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen, unabhängig sein von Verkehr oder Bus und Bahn, das ist für mich die Faszination.

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Findest Du Berlin fahrradfreundlich? Oder was würdest Du Dir wünschen oder gerne ändern?

Ich als Berliner finde Berlin ist generell eine ziemlich freundliche Stadt. Klar nervt der Verkehr manchmal aber die Straßen sind meistens breit genug, dass man sich mit einem wendigen Bike easy vorbeischlängeln kann. Für meine fixed gear Kumpels ist es besonders vorteilhaft, dass Berlin keine Berge hat.

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Du hast selbst als Fahrradkurier gearbeitet. Was hast Du aus der Zeit für Dich und Deinen Laden mitgenommen?

Ich habe einerseits gelernt wie viel angenehmer und spaßiger es ist ein qualitativ hochwertiges Fahrrad zu fahren vor allem, wenn man den ganzen Tag damit unterwegs ist. Andererseits hab ich gemerkt wie wichtig es ist in den langen Wartepausen einen Ort zu finden, an dem man ohne zu viel Geld auszugeben regelmäßig abhängen kann, manchmal auch für Stunden. Das ist auch der Grund, warum wir bei uns im Laden Filterkaffee für einen Euro anbieten. Ich will die Jungs einfach unterstützen.

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Im Sommer verkauft und repariert ihr nicht nur Fahrräder, sondern auch selbst gemachtes Eis am Stiel? Was hat es damit auf sich?

Ich hatte die Idee ein Eis am Stiel zu machen ohne Zusatzstoffe und hergestellt aus frischen Früchten. Es hat sich einfach angeboten, das in meinem eigenen Café zu verkaufen.

 

Standert
Invalidenstraße 157
10115 Berlin

mail: standert@standert.de
tel: 030 284 442 19

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 12-20
Sa 12-19

Standert

Ebenfalls im Kiez

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